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ball_hole_w.

31 Direkter Parameterzugriff

Der direkte Parameterzugriff auf den VCF (zur Steuerung von CutOff und Resonance) und auf den Hüllkurvengenerator (Attack und Decay) erfolgt (in der vorgestellten Applikation) über isg. 4 Potentiometer. Die Mittenstellung ist quasi die “Nullposition” - es werden die in dem Poly 61 abgespeicherten Parameter übernommen.

Das Prinzip der Schaltung ist recht einfach. Der Poly 61 besitzt auf seinem Mainbord (KLM 475) für jeden speicherbaren Paramter einen diskret aufgebauten didital-analog-Wandler (kurz DAC). Der DAC besteht dabei i.d.R. aus einem invertiert beschalteten Operationsverstärker (siehe Abbildg.).

D-A-Wandler

Durch Zuschaltung eines weiteren Eingangswiderstandes läßt sich einfach eine weitere Steuerquelle für den jeweiligen Parameter definieren. Das sieht dann so aus:

D-A-Erw

Die Spannung Un kann aus von einer beliebigen Steuerquelle herrühren, ob nun von einem Potentiometer, LFO, zusätzliche ADSR-EG, Audio-Quelle, etc. ist prinzipiell egal. Die Steuerspannung Un kann sowohl positive wie auch negative Werte annehmen. Bei Un = 0 V ergibt sich keine Änderung - Ua entspricht somit der durch die Programmierung vorgegebenen Einstellung. Durch diesen Umstand bleiben die im Poly 61 gespeicherten Klängeinstellungen auch nach dem Eingriff erhalten. Alle Parameteränderungen (also Änderungen an der Steuerspannung Un) wirken sich relativ zu der jeweiligen im Speicher des Poly 61 abgelegten Einstellung aus.

Ein weiteres Problem beim Poly 61 war, daß aufgrund der groben Rasterung der Parameter (z.B. nur 8 Stufen für den Parameter Resonanz - entspricht 23 -> 3 Bit Auflösung) eine Feinjustierung unmöglich war. Über den Steuerspannungszugang Un läßt sich jeder x-beliebige Zwischenwert realisieren.

Die Schaltung im Überblick:

I0-Bord1
Atwork~2

Die dargestellte Schaltung funktioniert nach dem vorgestellten Prinzip. Die für “negative” Änderun- gen erforderliche negative Steuerspannung (-5V) wird durch den Operationsverstärker IC1.1 (TL 082) gewonnen (da der Poly 61 keine -5V zur Verfügung stellt). Der grün dargestellten Teil der Schaltung ist eine zusätzliche Option für einen einfachen zusätzlichen Hüllkurvengenerator (nur für den VCA). Dabei wird lediglich dem Gate-Signal (Parameter 51 auf 0) eine Release-Time hinzugefügt. Auf diesen Teil der Schaltung wird noch später eingegangen. Zu den Details ...

Die Kondensatoren C1, C3 sowie C6 sind lediglich Stützkondensatoren für die Versorgungs- spannungen (+5V, +/- 15V für die Operationsverstärker). Am einfachsten ist es, die Versorgungs- spannungen direkt vom PC-Bord KLM - 475 zu beziehen (wo genau angezapft werden muß folgt später). C2, C4 und C6, C7 schließen eventuelle hochfrequente Einstreuungen kurz. Der Opera- tionsverstärker IC 1.1 ist über die Widerstände R1 und R2 invertiert beschaltet. Da beide Wider- stände gleich groß gewählt wurden, stellt sich am Ausgang des OP´s eins zu eins der gleiche Betrag der Eingangsspannung ein (5V). Über die Potentiometer P1, P2, P3 und P4 lassen sich beliebig justierbare Spannungswerte zwischen -5 und +5 V abgreifen. Über die Vorwiderstände R3, R4, R6 und R8 werden diese den (oben beschriebenen) DAC´s zugeführt. Über R5 und R7 lassen sich auch externe Steuersignale einspeisen (... z.B. MG oder Hüllkurvengenerator eines MS 20).

 

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